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| Ihr Arzt redet mit Ihnen über Ihre Depressionen und Sie verstehen kein Wort? ak-medizin hilft mit dem Depressions ABC. Die wichtigsten Fachbegriffe und Abkürzungen rund um das Thema Depressionen. Wie immer bei ak-medizin einfach und verständlich erklärt. |
Depressions ABC
[neu am 26. Okt. 2004] [zuletzt aktualisiert am 13. Nov. 2004] |
| 5-HT 5-Hydroxytryptamin, chemische Bezeichnung für Serotonin --> Neurotransmitter |
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Agitierte Depression |
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| Bipolare Störung früher auch manisch-depressive Störung genannt. Die Stimmung der Betroffenen schwankt zwischen Depression und --> Manie. Bei leichter Ausprägung der einzelnen Phasen, spricht man von einer Zyklothymie. Wechseln die beiden Phase in rascher Folge, spricht man von "rapid cycling" |
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| Depressiver Sog auch regressiver Sog genannt. Kräftezehrender Effekt, der durch die Betreuung oder Therapie von depressiven Patienten entsteht. Dysthymia Eine chronische und langjährige Verlaufsform der Depression, die vermutlich neurotisch bedingt ist. Im Allgemeinen ist die Dysthymia weniger intensiv als eine Depression, für die Betroffenen aber nicht weniger belastend. Eine Dysthymia entwickelt sich meist im frühen Erwachsenenleben und dauert mehrere Jahre (mindestens zwei) an. |
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| Elektrokrampftherapie (EKT) Verfahren zur Behandlung schwerer --> endogener Depressionen, vor allem, wenn alle anderen Therapiemethoden mehrfach versagt haben. Unter kurzer Vollnarkose werden durch elektrische Reizung des Gehirns künstliche Krampfanfälle ausgelöst. Das Verfahren wird auch Heilkrampftherapie genannt. Endogene Depression auch dispositionelle, anlagebedingte oder "biologische" Depression genannt. Ein Depression von der man annimmt, dass sie durch eine genetische Disposition ("Vererbung") ausgelöst wurde. Im Gegensatz zu --> neurotischen und --> somatogenen Depressionen. Erschöpfungsdepression Depression die unter dem Druck einer dauerhaften Gefühlsbelastung entsteht, zum Beispiel langjährige zermürbende Partnerschaften und andauernte berufliche Überforderung. Gehört zur Gruppe der --> psychogenen Depressionen. |
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| Gehemmte Depression Verlaufsform der Depression, die durch eine Blockiertheit, Verlangsamung oder Antriebsverlust gekennzeichnet ist. Im Gegensatz zur --> agitierten Depression. |
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| Heilkrampftherapie --> Elektrokrampftherapie |
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| Inzidenz Anzahl der neuen Erkrankungsfälle innerhalb eines festgelegten Zeitraums. Inzidenzrate Anzahl der neuen Erkrankungsfälle zu einem bestimmten Zeitpunkt oder eines bestimmten Zeitraums. |
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| Komorbidität Gleichzeitiges Vorhandensein von zwei oder mehr Krankheiten. Bei Depressionen besteht häufig eine Komobidität mit Angst- oder Panikstörungen. |
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| Larvierte Depression Abgeleitet vom lateinischen Wort Larve, das Maske bedeutet. Wird auch somatisierte Depression genannt. Eine Depression, bei der funktionelle körperliche Beschwerden (z.B. Schmerzen, Darmprobleme) im Vordergrund stehen. Da zunächst an eine körperliche Erkrankung gedacht wird, wird diese Form der Depression oft erst spät und nach vielen unnötigen Untersuchungen erkannt. Lichttherapie Verfahren zur Behandlung vor allem der --> saisonal abhängigen Depression. Die Patienten werden mit sehr hellem Licht 2 bis 3 Stunden lang bestrahlt. Die Wirkung setzt nach ca. 3-6 Tagen ein. |
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| Manie Im Gegensatz zur Depression eine Phase mit unangemessen gehobener Stimmung. Häufig kommt es dabei zu Kaufräuschen, Selbsüberschätzung, Alkoholexzessen oder promiskutiven Handlungen. Eine Manie kann auch mit aggressivem, gereiztem Verhalten verbunden sein. MAO-Hemmer --> Antidepressivum monopolare Störung häufigste Verlaufsform von Depressionen, auch unipolare Störung genannt. Die Stimmung ist ausschließlich negativ (depressiv) geprägt. Verlaufsformen mit ausschließlich positiver Stimmung (Manie) sind sehr selten. Im Gegensatz zur --> bipolaren Störung. Mood-Stabilizer englisch Stimmungsstabilisierer --> Antidepressivum |
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| Nervenarzt Ein Mediziner, der sowohl das Fachgebiet Neurologie, als auch Psychiatrie studiert hat und daher Krankheiten aus beiden Gebieten behandeln kann. Ein Nervenarzt verschreibt Medikamente und darf auch psychotherapeutisch wirken. Neurologe Ein Mediziner, der ausschließlich das Fachgebiet Neurologie und nicht Psychiatrie studiert hat. Er ist daher für die Behandlung von Depressionen nicht speziell ausgebildet. Nuerologen sind Fachärzte für Funktionsausfälle oder Fehlsteuerungen des Gehirns, des Rückenmarks, der Sinnesorgane, der peripheren Nerven oder der Muskulatur. Neurotische Depression Eine Depression von der man annimmt, dass sie ausgelöst wurde durch eine gestörte Verarbeitung bestimmter, meist frühkindlicher Erlebnisse. Gehört zur Gruppe der --> psychogenen Depressionen. Im Gegensatz zu --> somatogenen und --> endogenen Depressionen. Neurotransmitter Ein Botenstoff, der einen Impuls über den --> synaptischen Spalt hinweg, von einer Nervenzelle zur nächsten transportiert. Vom lateinischen Wort Transmitter, das Überträger bedeutet. Sehr bekannte Neurotransmitter sind unter anderem Serotonin, Adrenalin, oder Histamin. Insgesamt gibt es Dutzende von Molekülen, die als Neurotransmitter jeweils spezielle Aufgaben wahrnehmen. |
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| Onset englisch, Wirkeintritt, Zeitpunkt zu dem die antidepressive Wirkung des --> Antidepressivums eintritt. Da sich das in der Praxis nicht genau definieren lässt, wird oft der Zeitpunkt genommen, ab dem das Medikament statistisch signifikant besser wirkt, als ein --> Placebo. |
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| Placebo Ein Medikament, das keinen Wirkstoff enthält, aber ansonsten genauso aussieht und schmeckt, wie das eigentliche Medikament. Placebos werden vor allem bei Studien zur Wirksamkeit von Medikamenten eingesetzt. Ein Medikament wird nur dann als wirksam angesehen, wenn der Behandlungserfolg in einer Gruppe deutlich größer ist als bei einer Vergleichsgruppe, die ohne es zu wissen ein Placebo einnimmt. Prävalenz Statistische Anzahl der Krankheitsfälle zu einem bestimmten Zeitraum. Für Depressionen spricht die Weltgesundheitsorganisation WHO von einer Prävalenz von ca. 10%. Prävalenzrate Anzahl der erkkrankten Personen im Verhältnis zur Gesamtzahl der untersuchten Personen. Psychiater Ein Mediziner, der Psychiatrie studiert hat und sich mit allen Störungen beschäftigt, die Seele und Geist eines Menschen betreffen, gleich ob seelischen oder körperlichen Ursprunges. Neben Depressionen gehören hierzu z.B. Neurosen, Psychosen, Schizophrenien oder Suchtkrankheiten. Er verschreibt und verabreicht Medikamente und kann auch psychotherapeutisch behandeln. Psychogene Depression Depressionen, die als Reaktion auf ein bestimmtes Ereignis zurückzuführen sind. Zu der Gruppe der psychogenen Depressionen gehören die --> reaktive Depression, die --> neurotische Depression und die --> Erschöpfungsdepression. Psychologe Wissenschaftler der sich mit bestimmten Themenbereichen wie z.B. Sexual-, Kriminal- oder Wirtschaftspsychologie beschäftigt. Ein Psychologe darf keine medikamentöse Behandlung und keine Psychotherapie durchführen. Psychologischer Psychotherapeut Ein Psychologe, der eine zusätzliche Ausbildung in Psychotherapie hat und sich auf die Behandlung von psychischen Störungen mit Hilfe psychologischer Methoden spezialisiert hat. Da er keine medizinisch- pharmakologische Ausbildung hat, darf er keine Medikamente verschreiben, sondern bietet nur Therapien an. Obwohl er kein Arzt ist, rechnet er direkt mit der Krankenkasse ab und kann ohne Überweisung, allein mit der Versicherungskarte aufgesucht werden. Psychotherapeut Überbegriff für alle Psychologen oder Ärzte, die eine staatlich anerkannte psychotherapeutische Ausbildung absolviert haben und die damit verbundene Erlaubnis besitzen, psychotherapeutisch tätig zu werden. Heilpraktiker können auch eine Erlaubnis zur Durchführung einer Psychotherapie haben, sie können Ihre Leistungen jedoch nicht über die Krankenkassen abrechnen und dürfen auch nicht die Bezeichnung Psychotherapeut führen. Psychotherapie Es gibt unzählige Verfahren der Psychotherapie. Wissenschaftlich erprobt und anerkannt von den Krankenkassen sind nur: - tiefenpsychologisch fundierte Gesprächstherapie - Psychoanalyse - Verhaltenstherapie - interpersonelle Therapie - Familien- und Paartherapie Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere Verfahren, die Anwendung finden z.B. Gestalttherapie, Musiktherapie. Psychotische Depression Eine Depression, die psychotische Symptome beinhaltet wie z.B. Verarmungswahn, Hypochondrie, Halluzinationen. |
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| Rapid Cycling --> bipolare Störung Reaktive Depression Depressionen, die durch aktuelle Lebensumstände oder Ereignisse ausgelöst werden. Meist Todesfälle, materielle Schwierigkeiten oder Beziehungsprobleme. Auch erlebnisreaktive oder psychoreaktive Depression genannt. Gehört zur Gruppe der --> psychogenen Depressionen, im Gegensatz zur --> neurotischen Depression. Regressiver Sog --> depressiver Sog Rezidivierend Wiederkehrend |
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| Saisonal abhängige Depression (SAD) Eine Depression, die in Abhängigkeit von einer Jahreszeit immer wieder auftritt, in der Regel während der lichtärmeren Zeit im Winter. Kann erfolgreich mit --> Lichttherapie behandelt werden. Schlafentzug Verfahren mit dem bereits nach wenigen Stunden ein stimmungshebender Effekt erzielt werden kann, der allerdings meist nicht lange anhält. Selektive Wiederaufnahme-Hemmer --> Antidepressivum Somatisierte Depression --> larvierte Depression Somatogene Depression Eine Depression von der man annimmt, dass sie durch eine andere, organisch bedingte Grunderkrankung ausgelöst wurde. Im Gegensatz zu --> endogenen und --> neurotischen Depressionen. Soziotherapie Ein mit dem Gesundheitsreformgesetz 2000 neu eingeführtes Hilfsangebot für psychisch kranke Menschen. Die Soziotherapie unterstützt schwerst psychisch kranke Menschen dabei ärztliche Leistungen in Anspruch zu nehmen, psychosoziale Defizite abzubauen, Kommunikationsfähigkeit aufzubauen und soll durch ambulante Betreuung in der häuslichen Umgebung Klinikaufenthalte vermeiden oder verkürzen. SSRI --> Antidepressiva Synapse Verbindungsstelle zwischen einer Nervenzelle und einer anderen Nerven-, Sinnes- oder Muskelzelle. Synaptischer Spalt Etwa 20-30 nm breiter Zwischenraum zwischen zwei Nervenzellen in einer --> Synapse. |
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| Tetracyclika --> Antidepressivum Tricyclika --> Antidepressivum |
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| Wiederaufnahme-Hemmer --> Antidepressivum |
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| Zwanghafte Depression Depressionen mit einem gewissen Anteil an Zwangs- oder Angststörungen, der nicht groß genug ist, um von einer --> Komorbidität zu sprechen. Zyklothymie --> bipolare Störung |
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© 2004 by Aléxandros Kiriazis |